Vortrag 04.02.2016 – Untergrundpresse im Warschauer Ghetto

 

»Presse unter dem Hakenkreuz – Die Untergrundpresse im Warschauer Ghetto«

Ort und Datum der Veranstaltung: 

04.02.2017,  Einlass 19:00 – Beginn 19:30 Uhr / Jugend- und Kulturzentrum, Oerlinghausen (JZO) / Detmolder Straße 102, Oerlinghausen

Der Vortrag:

Im Warschauer Ghetto wurde eine Vielzahl von Bulletins, Magazinen, Tages- und Wochenzeitungen von unterschiedlichen politischen Parteien und Organisationen herausgegeben. Eine große Anzahl dieser Veröffentlichungen blieb nach dem Krieg erhalten. Der Vortrag untersucht verschiedene Aspekte der Untergrundpresse und hebt die darin reflektierten unterschiedlichen ideologischen Standpunkte der Herausgeber hervor. Diese Quellen beweisen, wie stark der Wille der Jüdinnen und Juden war, trotz der unmenschlichen Bedingungen in den Ghettos zu überleben. Sie zeigen aber auch, wie falsch die Bewohnerinnen und Bewohner des Ghettos die mörderischen Pläne der Deutschen verstanden haben, wie mutig und idealistisch die jüdische Jugend war, wie intensiv die Bemühungen, zu überleben und die Menschlichkeit zu bewahren.

Der Referent:

Prof. Dr. Gideon  Greif, israelischer Historiker, arbeitete über 30 Jahre bei der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Er ist Chefhistoriker  am Shem Olam Institutfür Erziehung, Dokumentation und Forschung zu Religiosität, dem Holocaust sowie der Foundation for Holocaust Education Projects in Miami, Florida. Ein zentrales Thema bei seiner Forschung zur Shoah ist die Geschichte des Konzentrations‐/Vernichtungslager Auschwitz und im Besonderen die Geschichte des »Sonderkommandos«.

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