Vortrag 04.03.2019: »Tatort Sachsenhausen. Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der BRD«

Ort und Datum der Veranstaltung: 

04.03.2019, 19:00 // Gartensaal der VHS Lemgo / Breite Straße 10, Lemgo

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung »Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen«

Der Vortrag:

Im Rahmen des Vortrages geht die Referentin Stephanie Bohra anhand der Ergebnisse ihrer Doktorarbeit auf die Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland ein. Darin hat sie die Strafverfolgungspraxis bei KZ-Verbrechen in den westlichen Besatzungszonen und der Bundesrepublik untersucht und die zwischen 1946 und 1996 geführten Strafverfahren wegen Verbrechen im KZ Sachsenhausen näher betrachtet. Der Vortrag soll unter anderem anhand von Fallbeispielen Einblicke geben in die örtlichen und zeitlichen Ermittlungsschwerpunkte, die Beschuldigten, Tatvorwürfe und Einstellungsgründe und auch in die Ermittlungs- und Urteilspraxis der Staatsanwaltschaften und Gerichte. Der Vortrag zeigt auf, welche Faktoren die Strafverfolgung hemmten und beförderten und zieht abschließend eine Bilanz über die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden.

Die Referentin:

Stephanie Bohra (M. A.) war in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen tätig, wo sie an der Entwicklung/Durchführung gedenkstättenpädagogischer Bildungsangebote und verschiedener Ausstellungen mitwirke. 2017 promovierte sie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der FU Berlin zum Thema »Tatort Sachsenhausen. Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland«. Bis März 2018 leitete sie die Pädagogischen Dienste der Gedenkstätte Sachsenhausen und die Internationale Jugendbegegnungsstätte »Haus Szsczypiorski«. Seit Mai 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, wo sie u. a. für die Bildungsarbeit verantwortlich ist.

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