Vortrag 20.03.2019: »Zur Geschichte der Zwangssterilisierten und „Euthanasie“-Geschädigten und den Folgen für die Opfer«

Ort und Datum der Veranstaltung: 

20.03.2019, 19:00 // Gartensaal der VHS Lemgo / Breite Straße 10, Lemgo

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung »Von der Sachsenburg nach Sachsenhausen«

Der Vortrag:

Um den arischen »Volkskörper« rein zu halten, zwangssterilisierten NS-Mediziner ab 1933 die Opfer nach den Kriterien des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Im Oktober 1939 legitimierte Adolf Hitler durch eine persönliche Anordnung die Tötung sogenannten »lebensunwerten Lebens«, die er auf den ersten September, den Kriegsbeginn, zurückdatierte.
Die Überlebenden waren traumatisiert. Die Nachkriegszeit brachte keine Linderung ihrer Leiden und Ausgrenzungen.

Die Referentin:

Margret Hamm vertritt die Arbeitsgemeinschaft Bund der »Euthanasie«-Geschädigten und Zwangssterilisierten (BEZ). Durch ihre Arbeit dort pflegt sie seit vielen Jahren Kontakt mit Zwangssterilisierten und Angehörigen der »Euthanasie«-Opfer und engagiert sich für die Belange der Betroffenen. Sie ist Herausgeberin des Themenbandes »Lebensunwert zerstörte Leben« und hat eine gleichnamige Wanderausstellung erarbeitet. 2017 erschien ihr Buch: »Ausgegrenzt! Warum?, Zwangssterilisierte und Geschädigte der NS-›Euthanasie‹ in der Bundesrepublik Deutschland«.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung

Tatort Sachsenhausen. Strafverfolgung von KZ-Verbrechen in der BRD
Vortrag von Stephanie Bohra / 04.03.2019, 19:00 Uhr