Vortrag 28.01.2019: »Vor aller Augen – KZ-Todesmärsche 1944/45«

Ort und Datum der Veranstaltung: 

28.01.2019, 18:30 // Lagenser Forum, Am Drawen Hof 1 / Clara-Ernst-Platz, Lage

Der Vortrag:

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager und Vernichtungslager Auschwitz durch die sowjetischen Truppen befreit. Ab Mitte Januar 1945 wurden über 58.000 Menschen, überwiegend Juden und Jüdinnen, von der SS aus Auschwitz Birkenau Richtung Westen getrieben. Zu Fuß bei Eis und Schnee, ohne Proviant und ohne
ausreichende Bekleidung.
Die Nationalsozialisten bezeichneten diese Maßnahme als »Evakuierung«, die
Betroffenen nannten sie »Todesmärsche«. Über 250.000 Menschen starben während der Lagerräumungen, mehr Menschen als zwischen 1933 und 1943 in den
Konzentrationslagern – Vernichtungslager wie Auschwitz-Birkenau und die Lager der „Aktion Reinhardt“ ausgenommen – zu Tode kamen.

Der Referent:

Dr. phil. Jens-Christian Wagner, Jg. 1966, Studium der Geschichte, Geographie und Romanischen Philologie in Göttingen und Santiago/Chile; 1999 Promotion an der
Universität Göttingen mit einer Studie zur Geschichte des KZ Mittelbau-Dora,
2000 Gastwissenschaftler am Forschungsprogramm „Geschichte der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft im Nationalsozialismus“ (Berlin); 2001-2014 Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora (Nordhausen), seit 2014 Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische
Gedenkstätten.
Das Stadtarchiv zeigt hierzu Akten und Fotografien zu der Zeit zwischen 1933 und 1945 in Lage.
Veranstalter: Arbeitskreis „Gegen das Vergessen“ in Kooperation mit der Stadt Lage und dem Stadtarchiv.